Dienstag, Januar 12, 2016

Ich träume, also bin ich.

Wenn sogar der Sucher verschwindet, wird diese ganze Welt wie ein Traum. Nicht dass sie nicht mehr da ist, sie ist da, aber wie ein Traum. Sie verliert ihren Wirklichkeitscharakter. Sie ist ein mentaler Prozess, sie ist ein Denkprozess. Ich genieße sie, ich lebe in ihr, aber ich weiß, daß dies alles ein Traum ist.
Die hinduistische Weltsicht ist, daß die Welt ein Traum ist, der von Gott geträumt wird. Das ist genau so, wie wenn ich träume. Wenn ich träume, kann ich in dem Traum eine Realität erschaffen und niemals beschleicht mich während dieses Traums der Verdacht, daß dies ein Traum ist und daß ich der Schöpfer bin. Das ist die Schönheit des Traums: Ich bin der Schöpfer, ich bin der Projektor und ich kann nicht auf den Gedanken kommen, dass dies bloß ein Traum ist. So wie es private Träume gibt, individuelle Träume, so gibt es auch kollektive Träume, Gott erträumt sich die Welt. Ich bin ein Traumobjekt im Traum Gottes. Für uns sind die Träume Wirklichkeit und die Hindus sagen, daß die Realität ein Traum ist.


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