Montag, März 14, 2016

Der Taoismus hilft mir, dem Unbekannten zu vertrauen.

Ein Lernender zu sein ist etwas, ohne das nichts möglich ist. Es ist etwas Inneres, eine innere Disziplin. Ein Lernender ist bereit, zu suchen, zu forschen und daraus zu lernen mit einem offenen und verletzlichen Bewußtsein.
Je mehr ich meiner Vernunft verhaftet bin, desto weniger bin ich dazu imstande, tiefere Zusammenhänge zu erkennen, denn das Denken ist der oberflächlichste Teil meines Wesens, der alleroberflächlichste Teil.
Das Denken nimmt zwar für sich in Anspruch, der tiefste Teil zu sein, aber nur das Oberflächliche legt Wert darauf, tiefsinnig zu sein. Der Verstand ist der oberflächlichste Teil meines Wesens. Er hat eine Funktion, er hat seine Nützlichkeit, aber eben nur Nützlichkeit. Wenn ich denke, dass mein Denken das Fahrzeug ist, was mich in das Unbekannte bringen wird, dann ich werde ich niemals imstande sein, irgendetwas kennenzulernen, das erkennenswert wäre.
Beim Taoismus geht es nicht darum, etwas zu glauben oder nicht zu glauben. Taoismus ist Vertrauen, es geht darum, vertrauen zu können. Und immer wenn es darum geht, sich auf etwas einzulassen, das ich nicht kenne, gibt es keinen anderen Weg. Bevor ich nicht vertrauen kann, kann ich es nicht kennenlernen. Der Taoismus hilft mir also, dieses Vertrauen in mir wachsen zu lassen. 

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